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Ich weiß, was Menschen so interessant macht. Es ist dieser Blick, der mir nie wieder aus dem Kopf gehen wird. Dieser eine Blick, der alles veränderte. Dieser Blick, der mich vergessen ließ, der mir Neues zeigte. Der mich lehrte, dass es auch andere Wege geben kann.

Aber dann denke ich, das muss doch mehr sein als nur dieser eine Blick. Eineinhalb Jahre. Ein Augenblick. Das kann doch nicht so viel miteinander zu tun haben. Wie kann ein Blick so stark sein, dass man so sehr gefesselt ist von einem Menschen, ohne je ein Wort mit ihm gewechselt zu haben?

Eine andere Theorie ist, dass das nur eine Reflektion meiner Selbst ist. Ich kralle mich an einer Illusion fest. Die Realität gefiele mir wahrscheinlich auch nicht so besonders. Aber träumen darf man trotzdem. Und schwärmen. Und nachdenken. Und sich sehnen. Nach etwas, das man nie gehabt hat. Es sieht immer so einfach aus. Ich will weglaufen, aber irgendwie weiß ich doch, dass es nichts bringen wird. Sie wird immer noch da sein und ich werde immer noch da sein und ich kenne sie nicht und sie kennt mich nicht und niemand kann etwas daran ändern. Außer wir. Aber wir tun nichts. Ich tu nichts. Es ist ja immerhin nur eine Reflexion meiner Gefühlswelt.

Warum könnte ich alle Menschen verlassen und du bleibst immer noch da? Warum ist es mir so egal, dass alle weg sind? Warum füllst du ein ganzes meiner Notizbücher?
Warum hat mir ein ganzes Jahr nicht gereicht, dir ein mal Hallo zu sagen? Warum kann ich das mit all deinen Freunden, nur mit dir nicht? Und warum hab ich meistens das Gefühl, dass das nicht nur mir so ging, obwohl ich das überhaupt nicht belegen kann? Und warum, obwohl ich mir so oft schon selbst bewiesen habe, dass mein Bauchgefühl sowieso fast nie Recht hat?

Ich möchte die Musik hören, die du hörst und die Filme schauen, die du schaust. Ich möchte denselben Nachhauseweg haben wie du und gemeinsam kleine Dinge finden, die man photographieren kann. Und dann Bewunderungen aussprechen, für Kunst und Musik und Zitate und was einem gerade so einfällt. Und dann möchte ich im Meer versinken.

Eigentlich weiß es doch eh schon jeder. Ich kann mich nur vor mir selbst verstecken. Und nicht mal darin bin ich wirklich gut. Und wenn ich dann allein bin oder mit fremden Menschen, dann könnte das werden, sag ich mir immer. Aber woher soll ich wissen, ob das wirklich so ist? Vielleicht wird es dann nur schlimmer? Außerdem bin ich dann noch weiter weg.

Es ist kalt draußen. Den ganzen Sommer bin ich über die Wiesen gegangen und habe auf dich gewartet. Du gehst wohl auf anderen Wegen. Es soll aussehen wie ein Zufall. Und es soll sonst keiner da sein.

Woher holst du dir deine Inspiration? Und wo versteckst du deine Bilder, die du nur für dich malst? Hast du Geheimnisse? Welcher Ort ist es, an dem du dich sicher fühlst, so ganz für dich alleine, wenn du dir selbst zuhörst? Wärst du manchmal gerne ein Schmetterling? Was denkst du, wenn du einen Menschen malst? Gibst du ihm eine Lieblingsfarbe? Malst du manchmal deine Mitmenschen und verrätst es ihnen nicht? Hast du ein Vorbild? Gibt es jemanden oder etwas, das du so richtig hasst? Hast du schon einmal in den Wind gebrüllt? Warst du schonmal ganz alleine draußen im Unwetter? Glaubst du, ich sei stark?

Interessierst du dich für andere Menschen? Hast du schonmal Schmetterlinge im Bauch gespürt?

Ich will mir nicht sagen lassen, wie die Welt funktioniert. Die Welt ist eben die Welt. Und in dieser Welt leben Menschen. Viele Menschen. Schon sehr sehr lang. Irgendwann fand es mal jemand cool, sich irgendwo hinzusetzen, mit anderen Menschen, und einen Tee zu trinken. Jetzt tun das alle und sie wissen nicht mal wieso. Sie tun es einfach. Warum setzt man sich nicht in einen Kreis und isst ein Salatblatt? Oder malt sich mit dem Finger Muster auf den Handrücken? Und wenn das jetzt einer anfängt, dann ist das irgendwann normal und keiner denkt mehr darüber nach, weshalb er es eigentlich tut. Wenn eine Ameise keine Lust mehr hat auf ihren Haufen, wieso geht sie dann nicht einfach woanders hin? Die Welt ist doch so groß. Und was sind schon Menschen. Sie sind halt da. Warum erkennen das bloß Menschen, die enttäuscht wurden? Heißt das, dass die anderen gar nicht darüber nachdenken? Ist das nur eine Sache der Traurigen? Jeder Mensch kann sich wichtig nehmen, aber in Wirklichkeit bestehen sie alle nur aus irgendwelchen blöden Atomen und sie putzen sich alle die Zähne und gehen irgendwann schlafen. Und warum kann man nicht mal auf eine ganz unkonventionelle Art und Weise unkonventionell sein? Warum komme ich dann gleich in eine Kategorie, die sich "Unkonventionell" nennt?

Ich hab meine Hand in den Autositz gekrallt und weggeschaut. Einfach nicht hingesehen. Ich weiß, dass du geschaut hast. Aber was hast du gedacht? Ich wollte das vermeiden. Es konfrontiert mich mit mir selbst, und das ist nicht schön. Es ist anstrengend. Wenn du dich so lange vor allem versteckt hast, dass du dich selbst nicht mehr findest, dann kannst du nichts Sicheres und Genaues mehr über dich sagen. Man verliert sich selbst. Man findet sich selbst nicht mehr. Man hat für jeden ne Rolle parat, aber wenn man alleine ist, weiß man nicht mehr, welche Rolle jetzt der Charakter war. Das ist auch eine Art von Anonymität. Niemand kennt dich. Nicht mal du selbst. Und wenn du glaubst, einen Teil von dir gefunden zu haben, taucht ein anderer auf, der deine ganze Arbeit revidiert. Und so wandelst du eben durch die Welt und redest und erschließt und kreierst und bist eigentlich nicht mal. Und dann stellst du fest, dass du zwei komplett verschiedene Ansichten haben kannst von einer Sache, und das gleichzeitig, und du bist von jeder jeweils fest überzeugt. Wie kann das sein? Wie kann man Traum und Realität mischen? Wie kann man rational und ein Träumer sein? Und dann kommen all die Menschen und analysieren dich und du stimmst ihnen einfach zu, weil du einfach kein Gegenargument hast, und wenn du dann doch versuchst, deine dir eben erklärte schlechte Seite schönzureden oder zu revidieren, musst du feststellen, dass du nicht mal deine schlechten Seiten anerkennen kannst, von denen du nicht weißt, ob sie existieren. Aber die anderen wissen es. Sie alle wissen es. Und sie wissen es besser. Du kannst ihnen nicht das Wasser reichen. Und sie haben für jedes Problem einen Ratschlag. Und bei ihnen funktioniert immer alles ganz toll, wenn sie es soundso tun. Und sie lügen sich durch ihre Welt und sind dann irgendwann nicht mehr da und das war's dann. Adieu. Das ist doch nicht. Das kann doch nicht. Das bin nicht ich.

Ich möchte dir etwas schenken. Und es soll schön werden. Ich möchte, dass es dir gefällt. Ich möchte, dass es etwas sagt. Nicht alles, das geht nicht. Außerdem sind Geheimnisse faszinierend. Ich möchte dir etwas geben, das dich bewegt. Ich möchte, dass es etwas ist, das du keinem zeigen würdest, weil du es so besonders findest. Ich möchte, dass nur du weißt, dass es für dich ist.

Es ist für dich.

Und in zwei Jahren noch einmal das gleiche.

Ich werde wohl nie dazulernen.

Ich möchte nicht, dass Menschen so austauschbar sind. Aber ich scheine absolut nichts dagegen tun zu können.

Ich möchte, dass von dir ewig etwas bleibt. Es ist stark.

23.9.10 01:21


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ein neuer kreis...

ich hätte meinen vater wohl lieber gar nicht erst kennenlernen sollen. oder erst viel später. denn dann wäre mir das arschloch gar nich aufgefallen und ich hätte mich blenden lassen. so wie andere jetzt auch?

intelligenz ist schon etwas interessantes.

dann hätte ich mich damit zufrieden gegeben. einfach an mir abprallen lassen.

traumatisiert auf ewigkeit? sinnvoll. sinnlos. ratlos.

kann ein ganzes leben von einem einzigen menschen zerstört werden? wird das leben weitergehen? hoffnung, rückschlag. hintereinander, mehrmals. was soll ich tun? 

vielleicht passt es ja zu mir, dass ich klein bin.

day comes after day, no matter what you do or say.

hoffentlich schließt sich der kreis eines tages, damit ein neuer kreis begonnen werden kann. 

3.2.08 00:22


yeah, just kick me away...

hat dir das eigentlich gar nichts bedeutet? hast du die ganze zeit  nur so getan als ob? jeden scheiß zusammen gemacht und plötzlich in 2 verschiedenen welten leben? weißt du, ich versteh das gar nicht. war das alles gelogen? war das alles eine lüge? bereust du es, mich damals angesprochen zu haben? es sah nicht danach aus. hast du die ganze zeit mit mir gespielt um mich dann wegzukicken? siehst du eigentlich nicht was du da mit mir tust?

du meinst du seist doch alles was ich nicht leiden kann. ist dsa wahr? glaubst du das wirklich?
ich hätte alles für dihc getan, wäre bis ans ende der welt gelaufen für dich. ich fühlte mich immer so wohl als du da warst. wir verstanden uns doch so gut. oder war das alles nur gespielt?

du maltest mir ein einen engel auf mein heft. wofür war dieser da? sollte dies mein schutzengel sein oder sollte er nur vertuschen dass dir das eh alles scheißegal war? ein herz maltest du auch. was hatte dieser zu bedeuten? hatte er überhaupt etwas zu bedeuten? er scheint bedeutungslos. wenn man mihc einfach so fallen lassen kann...

wir hatten immer spaß zusammen, waren unterwegs, abends zusammen weg, haben gelacht und auch ernste gespräche geführt. jetzt bin ich nicht mehr dabei, wurde rausgekickt, doch hab ich überhaupt etwas  getan? warst es nicht du, die das alles beendete? warst nicht du es, die mein herz in fetzen riss? wahrscheinlich verschwendest du nicht einmal einen gedanken an mir.
du hast nur so getan als ob, wa? ja, kein problem, so macht man das mit sensiblen menschen, kein problem. bin ich sauer auf dich?
nein. nur dermaßen enttäuscht. ich glaube nihct dass das wieder gut wird. redest dich ja raus. es kommt ja sowieso keine antwort.
weißt du, ich hab ernsthaft geglaubt, ich hätte einen lieben menschen gefunden, einen besonderen, einen, der mir ähnlich ist. bis zum schluss hab ich das geglaubt. weißt du, es traf mich wie ein schlag. ich verstehe das alles nicht. wenn cih dich sehe, spüre ich ein stechen. weißt, so herzgegend. macht mich minimal fertig. wenn du da bist, wünsche ich du wärst nicht da, da du mich kaputt machst, und wenn du nicht da bist, denke ich die ganze zeit an dich und wünsche du wärst hier bei mir...

vergessen wir das ganze einfach? so als wäre das alles nie passiert? so gehst du also mit menschen um?
das alles ist also gar nicht passiert. du kennst mich nicht, ich kenn dich nicht. schön. wenn du es so willst, schön.
doch eines solltest du wissen. ich werde und kann dich nicht vergessen, du  hast mich wahnsinnig enttäuscht und mein herz in stücke gerissen und ich weiß nicht ob ich das jemals wieder hinbekommen werde.

ich hoffe ich schaffe es ohne dich.

30.10.07 21:29


riding early for the daily races, going nowhere...

langsam entsteht ne seelische barriere. kennst du das?
kann nicht lachen, kann nicht weinen, kann nicht lügen doch die wahrheit sagen kann ich auch nicht, bin nicht da aber auch nicht so richtig weg...

ich weiß nicht was ich mache. es ist gerade alles so wirr. ich bin nicht da, irgendwie. alle drücken auf mir rum und sie sehen nicht was sie da tun. was bin ich eigentlich? bin ich klein oder groß, schwach oder stark, lautstark oder schüchtern? ich weiß es nicht. aber warum? ich dachte ich wüsste es. alles ist durcheinander. ich weiß nicht ob ich einen ort finden kann an dem ich bleiben kann. es gibt kein ende, doch auch keinen anfang, alles schwebt und doch ist es gebunden, es ist alles so kompliziert... es ist so leise, und doch so laut.  laut.  keiner hört hin, keiner hört zu, alle schreien um sich und bemerken gar nicht, dass andere daran untergehen... einfach innehalten und lauschen. macht das jemand?  auf eine andere seelische ebene kommen. schweben... oder doch einen halt finden? ich finde keinen halt. ich weiß nicht einmal ob ich kurz davor bin. kann ich nicht sehen? kann ich nicht hören? alle drücken auf mir rum, sehen nicht was sie da tun...

 

21.10.07 22:32


doesn't anybody want to answer all my questions...?

uns scheint alles so selbstverständlich. wir haben 4 extremitäten wie viele andere lebewesen auch. das sei normal. das sei eben so. ist das nicht ein zeichen dafür, dass wir doch alle ähnlich sind? nur weil wir auf die idee kamen, während dem laufen etwas mit unseren vorderextremitäten zu tun, heißt das lange nicht, dass wir irgendwie besser oder anders sind. bildung ist nicht allein den menschen überlassen. delphine singen auch. fische unterhaltenstreifen sich. erzählt christine, was ich sehr interessant finde.

zeit für sich haben. einfach nur denken. sich gedanken machen. ist das dasselbe? das tun was man gerne tut. entspannen. der seele freien lauf lassen. eine melodie die dir durch den kopf geht. etwas beruhigendes. das rauschen des meeres oder der bäume. ein sanfter wind. mit der seele eins sein und in sie eintauchen. ganz in ruhe. träumen. jemanden gern haben. weinen. der seele freien lauf lassen... gibt es noch so etwas wie natur? gibt es denn noch etwas, das nicht von jemandem oder etwas beeinflusst und verändert wurde? gibt es so etwas? ich kenne nichts dergleichen. alles scheint kontrolliert und beeinflussbar. bis die natur sich ab und zu mal bemerkbar macht. gibt es einen ort, der nicht vom menschen betreten wurde? in dem das leben so läuft, wie es normalerweise der fall ist? denken. fragen. wundern. träumen...

wir leben doch im paradies. wir werden doch gar nicht ausgestoßen davon. wir merkten es nur nicht und fingen an, das paradies zu beeinflussen, am anfang ohne es zu merken. jetzt merken wir es, bringen es jedoch nicht mit uns selbst in verbindung. dies könnte ein paradies sein. nur wir zerstören das paradies, wir beuten es aus, wir geben ihm nichts zurück. wir zerstören das paradies anderer, wir zerstören unser eigenes. was hat das denn für einen sinn? ich finde einfach keinen... wir müssen versuchen, das paradies wiederherzustellen. es so zu gestalten, dass es sich seinen namen wieder verdient. alles ist so ungerecht verteilt. warum sitze ich in einem warmen zimmer, auf einem weichen bett, habe viel platz und alle möglichen wert- und vergnügungsgegenstände, während ein anderer nicht einmal eine decke hat um sich zu wärmen? ich würde ihm so gerne etwas abgeben. doch wieso funktioniert das nicht? warum ist nicht jeder ein pate des anderen? warum tun sich manche so schwer, menschen ein lächeln auf das gesicht zu zaubern? das ist doch etwas, was das leben schöner macht. zumindest ein bisschen.

fragen über fragen. und keine antworten.

3.10.07 22:57


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